Kein Kino: Ina in Cannes
Hallo Ihr Lieben,
nächste Woche gibts kein Kino, Ina ist schon wieder in Cannes beim Arbeiten!
Nächste Woche geht es natürlich wieder weiter!
Euch viel Spaß die Woche und liebe Grüße –
Ina & Julia
Hallo Ihr Lieben,
nächste Woche gibts kein Kino, Ina ist schon wieder in Cannes beim Arbeiten!
Nächste Woche geht es natürlich wieder weiter!
Euch viel Spaß die Woche und liebe Grüße –
Ina & Julia
Sorry, eine kleine Änderung! Ich muss Dienstag leider woanders hin (ok, ja, es ist die Wiesn…), deshalb District 9 in München nun doch am Montag!
Liebe Grüße –
Ina
Hallo Ihr Lieben,
nächste Woche geht’s in den neuen Peter Jackson Film, der diesmal allerdings nur als Produzent fungiert. Mit ihm im Rücken realisierte der 29-jährige südafrikanische Effektespezialist Neill Blomkamp ein effektives Regiedebüt, das in Fankreisen schon jetzt als moderner Klassiker gefeiert wird: District 9. Es ist der persönliche Triumph, der auf eine schmerzhafte Niederlage folgt: Neill Blomkamp war von Peter Jackson eigentlich als Regisseur der aufwändigen Videogame-Verfilmung “Halo” ausgewählt worden. Als das Projekt von Universal nach halbjähriger Entwicklung abgeblasen wurde, ließ Jackson seinen Protegé nicht fallen: Er sicherte ihm 30 Mio. Dollar Budget zu, um aus der Prämisse seines sechsminütigen Kurzfilms “Alive in Joburg” von 2005 einen Science-Fiction-Stoff in Spielfilmlänge zu machen, in dem es um das nicht ganz so harmonische Zusammenleben von Menschen und Außerirdischen im Johannesburg der Gegenwart geht. Die Mischung aus Fantasy und Realität, um eine als alltäglich empfundene Unmöglichkeit in einem wiedererkennbaren, nachvollziehbaren Hier und Jetzt, ist denn auch der Clou, das gewisse Etwas, das District 9 bereits konzeptionell aus dem Gros vergleichbarer Genreprodukte herausragen lässt. Newcomer Neill Blomkamp gelingt das Kunststück, einen erstklassigen Sci-Fi-Actioner abzuliefern, der als Unterhaltungsfilm genauso funktioniert wie als klares politisches Plädoyer. (weiterlesen…)
Hallo Ihr Lieben,
nächste Woche geht’s mal wieder in einen deutschen Film und zwar von Andreas Dresen. Der Regisseur ist vor allem für seinen semi-dokumentarischen, improvisierten Stil bekannt und wird reflexartig mit Halbe Treppe und Sommer vorm Balkon assoziiert. Der neue Dresen nun, „Whisky mit Wodka“, ist am ehesten mit „Sommer vorm Balkon“ vergleichbar. Die Grundidee von „Whisky mit Wodka“ ist von einer wahren Begebenheit inspiriert. 1957 inszenierte Kurt Maetzig einen Film für die DEFA, bei dessen Dreharbeiten der Hauptdarsteller gerne mal einen über den Durst trank. Wie in Dresens Film wurde eine Zweitbesetzung engagiert, um den Darsteller unter Druck zu setzen. Der große DEFA-Regisseur Frank Beyer (Spur der Steine) fungierte bei der Produktion als Regie-Assistent, hielt die Anekdote für einen guten Filmstoff und erzählte sie Wolfgang Kohlhase. Der wiederum trug sie Dresen zu – aus der Anekdote wurden eine Geschichte und schließlich ein Film. Und das sei schon mal vorweg genommen: „Whisky mit Wodka“ ist einer der besten Filme des Regisseurs. (weiterlesen…)
Hallo Ihr Lieben,
dieses Jahr wird schon wieder ein Jubiläum gefeiert – 40 Jahre Woodstock. Und wie viele Jubiläen gibt es auch zu diesem den passenden Kinofilm: Taking Woodstock. Einer unser Lieblingsregisseure, Ang Lee, bringt die Geschichte des Mannes, der das legendäre Rockfestival im Jahr 1969 überhaupt erst möglich gemacht hat, ins Kino – der bei aller Dysfunktion leichteste und unbeschwerteste Film des Meisterregisseurs von “Brokeback Mountain” und “Lust und Begierde”. 1967 wurde im Summer of Love die Hippiebewegung zu Grabe getragen. Zum Monterey Pop Festival pilgerten 200.000 Besucher und feierten über drei Tage die freie Liebe, schwebten mit „Lucy In The Sky With Diamonds“ und befreiten sich von jeglichen bürgerlichen Zwängen. Spätestens mit diesem Zusammentreffen wurde die einstige Gegenkultur zur Massenkultur, die noch bis in die frühen Siebziger das Bild der Jugend prägte. Zentrales Ereignis der kommerzialisierten Hippiekultur war das Woodstock-Festival, das aufgrund der Auftritte von Jimi Hendrix, The Band, Joe Cocker und The Who zur Legende wurde. Ang Lee widmet nun Elliot Tiber, einem der Initiatoren des Festivalphänomens, eine verspätete Coming-of-Age-Hommage. Wie für einen Großteil der Besucher ist die Bühne in „Taking Woodstock“ nur ein kleiner Punkt in weiter Ferne und dennoch fängt der taiwanesische Regisseur wunderbar das Gefühl eines ereignisreichen und generationsdefinierenden Festivals ein.
Hallo Ihr Lieben,
wie Kathy Bates die Kurtisane Charlotte Peloux spielt in “Chéri”, dem neuen Film von Stephen Frears, das erinnert schon sehr an das Bild, das man von der späten, immer noch skandalösen Colette hat, der Literatin mit Variété-Vergangenheit. Ein humorvoll sinnlicher Freigeist ist Bates’ Charlotte, Colettes Maxime folgend, Laster seien alles Böse, das man ohne Vergnügen tut. Madame Peloux hat einen Sohn (Rupert Friend), Chéri gerufen, nicht alt genug für eine ernste Bindung, also wird er erst mal, quasi zu Ausbildungszwecken, einer Freundin anvertraut, die ähnlich viel für lockere Sitten übrig hat wie sie selbst – der Kurtisane Léa de Lonval (Michelle Pfeiffer). (weiterlesen…)