Inglourious Basterds: Kino am Mo. (MUC) und Di. (BER)
Hallo liebe Kinofreunde,
nächste Woche geht es in den neuen Streich von Regiseur Quentin Tarantino! Jeder, der sein Meisterwerk Pulp Fiction gesehen hat, wird einige der Szenen in seinem ganzen Leben nicht mehr vergessen. Etwa den legendären Burger-Dialog zwischen John Travolta und Samuel L. Jackson. Den Hubbel in der Straße, der zur falschen Zeit am falschen Ort ist und eine Autosäuberung der etwas anderen Art nach sich zieht. Oder auch die Tanzeinlage von Travolta und Uma Thurman, die – wie so viele Momente des Films – aus der Popkultur kaum mehr wegzudenken ist. Weit schwieriger wäre es hingegen, wenn man sich statt einzelner Augenblicke den genauen Plot ins Gedächtnis rufen sollte. Tarantino ist ein Meister des Tableaus, er schafft in einem Film mehr Szenen (und Charaktere) für die Ewigkeit, als selbst manch guter Regisseur in seiner gesamten Karriere. Die eigentliche Handlung spielt bei ihm stets eine untergeordnete Rolle, sie läuft nebenher mit, ohne dass die Spannung des Films allzu sehr von ihr abhängen würde. Mit „Inglourious Basterds“ treibt Tarantino dieses Konzept nun auf die Spitze. Obwohl der Film stolze zweieinhalb Stunden lang ist, besteht er im Endeffekt aus gerade einmal fünf Szenerien. Das funktioniert, weil die Inszenierung brillant, (fast) jeder Darsteller grandios und ausnahmslos jeder Dialog bis aufs I-Tüpfelchen scharf wie ein Skalpell geschliffen ist. Es bereitet aber auch Probleme, weil der Meister sein Pulver in den ersten beiden Akten mit Freuden verschießt, um dann im dritten und vierten Abschnitt ein klein wenig durchzuhängen.
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